Probetraining / Probestunden

 

Probetraining/Probestunden bieten einen ersten Einblick, ein erstes Ausprobieren und ein Kennenlernen von Angebot, Lehrer, Unterrichtsathmosphäre usw. Für fast alle meiner Kurs gilt: Kostenlose und unverbindliche Probestunden (in der Regel ein bis max. drei Mal) für die regulären (Wochen-)Kurse sind nach Rücksprache möglich. Wenn Sie anschließend in den jeweiligen Kurs einsteigen wollen, zahlen Sie anteilig die Kursgebühr ab dem Zeitpunkt des Einstiegs, also i.d.R. ab der nächsten Woche nach dem Probetermin.

Bitte nehmen Sie für Probestunden vorher kurz Kontakt zu mir auf, da es eine Obergrenze bei der Teilnehmerzahl gibt und wenn diese bereits durch verbindliche Anmeldungen erreicht ist, dann ist leider kein Platz mehr vorhanden im entsprechenden Kurs.

Hinweis: In den Kursen, die über die VHS Neuss sowie das Familienforum Edith Stein laufen, ist aus organisatorischen Gründen leider kein Probetraining möglich. Bitte bei diesen Kursen zu Beginn der jeweils neuen Kurseinheiten direkt anmelden.

Aus Rücksicht auf alle übenden Teilnehmer ist Zuschauen leider nicht möglich - bitte passende Kleidung mitbringen und einfach mitmachen!

 

 

Bitte beachten Sie, dass Probestunden...

 

... nur einen kurzen Einblick in einen ganz kleinen Ausschnitt des jeweiligen gesamten Übungsrepertoires (Taijiquan/Qigong/Yiquan) bieten und z.B. in Anfängerkursen natürlich in diesem Moment keine fortgeschrittenen Übungen vermittelt werden. In den offenen Kursen versuche ich in Probestunden Anfängern die allerersten Übungen zu zeigen. Die allerersten Übungen sind eben "der Anfang" - was für Übungen nach ein oder zwei Jahren geübt würden, lässt sich so nicht vermitteln. EIN Beispiel für Yiquan: jemand interessiert sich für "Kung Fu" und macht eine Probestunde "Yiquan" mit - in der Probestunde werden aber dann nur Basisübungen geübt die auch das Fundament für die spätere Kampfkunst-Ausübung legen und einfach am Anfang notwendig sind - dann könnte derjenige aber enttäuscht sein, weil er sich mehr "Action" gewünscht hat. Ist auch nachvollziehbar! Allerdings: die Action würde später noch kommen im Yiquan! Nur mit der einen Probestunde die ersten, weniger "spektakulären" Yiquan-Basisübungen kennenzulernen heißt nicht, dass der andere Teil nicht auch existiert und irgendwann geübt wird.

 

... nicht unbedingt repräsentativ für "alle" Kurseinheiten sind, denn nicht jede Stunde läuft immer gleich ab - es kann sein, dass manche Stunden z.B. mehr Fokus haben auf Theorie, auf Vorübungen, auf Hauptübungen, Partnerarbeit, auf Bewegunsabläufe lernen oder korrigieren, auf Inhalte/Prinzipien, auf Fragen von Kursteilnehmern die spontan in einer Stunde aufkommen können, auf Wiederholen usw. Nach Probestunden kann schon mal der Eindruck entstehen, als würden alle folgenden Stunden genauso ablaufen und als würde auch nur wieder das gemacht, was in der/den Probestunde(n) gemacht wurde. Zumindest von meinem Unterricht kann ich sagen, dass beides nicht zutrifft - zum einen können einzelne Stunden ziemlich unterschiedlich ablaufen (je nach Schwerpunkt) und zum anderen kann es sein, dass in der nächsten Stunde auch ganz andere Übungen gemacht werden (also nicht nur ein unterschiedlicher Ablauf, sondern auch wechselnde Übungsbereiche/Themen/Inhalte). EIN einfaches Beispiel: jemand interessiert sich für Qigong und da vor allem für Bewegungsübungen - in der Probestunde stehen aber ruhige, meditative Übungen im Vordergrund, weil diese vorher ein paar Wochen lang schon geübt wurden im Kurs. Aber es kann sein, dass schon in der nächsten Woche dann gewechselt wird und das Bewegungs-Qigong im Vordergrund steht. Der Eindruck der Probestunde könnte aber sein "Oh, das ist mir zu ruhig..." und dann kommt jemand vielleicht nicht wieder, weil er möglicherweise denkt "hier wird nur ruhiges Qigong gemacht - jede Stunde wird wahrscheinlich so aussehen" und sieht so nicht, dass die Probestunde eben nur eine Momentaufnahme ist (diese eine Stunde - die nächste kann schon wieder anders sein) und nicht einen gesamten Kurs abbilden kann.

 

... kein "Gefühl" dafür vermitteln können, wie sich eine oder mehrere Übungen nach einiger Zeit des Übens anfühlen könnten - in Probestunden ist naturgemäß erst mal "alles neu" (und ungewohnt) und die Erfahrung zeigt, dass manche Übungen quasi direkt zugänglich sind und andere Übungen aber etwas Zeit, Wiederholung und zunehmendes Verständnis brauchen ("leider" ist es auch individuell unterschiedlich, wer wie welche Übung(en) als gut oder schlecht zugänglich erlebt) - die Übungen, die Zeit brauchen, fühlen sich dann in einer Probestunde mitunter "komisch" an, was aber eben nicht notwendigerweise an der Übung an sich liegt, sondern oft an der Tatsache, dass sie eben "neu" ist und noch nicht öfter geübt wurde

 

... natürlich aber ein "spontanes Bauchgefühl" vermitteln können - ob das allerdings immer so zutreffend ist, wage ich zu bezweifeln (siehe Abschnitt vorher, "Neuheit der Übungen" oder auch die beiden nachfolgenden Abschnitte über körperliche Probleme und anfängliches Unwohlsein). Früher gab es in China zum Beispiel die Regel der 100 Tage: die besagt, dass der Adept neue Übungen erst mal 100 Tage hintereinander üben soll und dann eigentlich erst ein "Gefühl" für die jeweilige Übung bekommen kann. Nach nur einer Probestunde ist so etwas schlichtweg nicht umzusetzen.

 

... insbesondere wenn körperliche Probleme bestehen wie beispielsweise Knie- oder Schulterprobleme nicht immer in einer Probestunde genug Raum besteht, sich intensiv um diese Problematiken zu kümmern. Kümmern heißt in diesem Fall: z.B. bei allen Bewegungen darauf zu achten, dass die Knie nicht weiter belastet werden, was bedeutet, dass die Beinachsen gerade gehalten werden, keine Verdrehungen im Knie passieren, und dass die Knie bei den allermeisten Übungen nicht nach vorne über die Zehen hinausgehen. Dies braucht aber zunächst diese Erklärungen und dann das Einüben und "darauf achten" bei den jeweiligen Übungen, damit es den (möglicherweise vorgeschädigten) Knien "gut geht" bei den Übungen. Deswegen generell bitte zu Anfang von Probestunden auf solche körperlichen Problematiken hinweisen, damit der Lehrer darauf eingehen kann. Denn wenn das nicht berücksichtigt wird, dann ist einigermaßen klar, wie die Probestunde enden wird: je nach Übungen und individuellen Bewegungsgewohnheiten kann es sein, dass die Knie gar nicht, nur wenig oder sogar sehr stark belastet wurden (was nicht an den Übungen an sich liegt, sondern fast immer daran, dass das Knie dabei dann nicht optimal koordiniert wurde). Wurden die Knie gar nicht oder kaum belastet wird die Probestunde eher als positiv empfunden. Wurden die Knie stark belastet wird die Probestunde - verständlicherweise - als eher negativ empfunden. Schade ist dann aus meiner Sicht halt nur, dass es eben vermutlich gar nicht an den Übungen selbst lag, sondern daran, dass das Ungewohnte der Bewegungen, zusammen mit vorgeschädigten Knien und Bewegungsgewohnheiten, die dann in der Übung selbst die Knie noch weiter belastet haben, zu diesem Resultat geführt haben - und gerade dann ein genaueres Einüben einer knieschonenden Benutzung der Knie bei allen Übungen wichtig wäre. Das aber ist wie gesagt, kaum in einer einzelnen Probestunde zu bewältigen, sondern ein Prozess, der mindestens mehrere Wochen bis Monate dauern kann und ein bisschen "Arbeit" an den Problemstellen erfordert. Nützlich dafür sind aktive Fragen an den Lehrer wie z.B. "Bei dieser Übung tut mir das Knie weh. Wie kann ich bei dieser Übung meine Knieschmerzen reduzieren?" Dazu braucht es dann einen Feedback- und Abstimmungsprozess über mehrere Wochen, bis das Knie so bewegt und benutzt werden kann oder auch die jeweilige Übung "abgemildert" wird, dass möglichst keine Knieschmerzen mehr auftreten. Ich habe hier jetzt das Knie als Beispiel herausgenommen - das gleiche lässt sich auf alles mögliche andere übertragen: Schultern, Rücken, Hals-Nacken...

 

... allgemein kann "Unwohlsein" bei bestimmten Übungen eben auch viele Ursachen haben und - gerade am Anfang - auch total normal sein. Oft ist es zum Beispiel so, dass Übungen sich erst mal komisch oder "schlecht" anfühlen, vielleicht, weil sie neu sind, weil man ihren Sinn noch nicht direkt erkennt, weil sie einen persönlichen Schwachpunkt berühren oder auch gegen bisherige Körperhaltungs- oder Bewegungsgewohnheiten verstoßen, was eben nicht immer sofort angenehm ist. Hier wäre aber unter Umständen viel Entwicklungspotential, was wiederum behutsames Vorgehen und somit auch Zeit braucht. Eingefahrene Gewohnheiten und jahrzentelang nicht oder kaum trainierte Bereiche lassen sich nicht in anderthalb Stunden ändern oder ausgleichen. Ironischerweise ist gerade bei Trainingsformen die sehr in die Tiefe gehen, die "Gefahr" erhöht, dass "Schwachpunkte" berührt werden und entsprechendes Unwohlsein auftreten kann. Anfängliches Unwohlsein kann also dazu gehören. Bei Probestunden wird das allerdings gerne als Zeichen genommen, dass Taijiquan/Qigong/Yiquan "nichts für mich ist". Es kann natürlich sein, dass es nichts für einen ist. Aber es kann genauso gut sein, dass das Unwohlsein nach einer Zeit verschwinden würde, weil es am Anfang durchaus normal sein kann und im Laufe des weiteren Übens von selbst verschwindet und sich sogar großes Wohlsein entwickeln kann. (was ja sowieso ein Ziel wäre)

 

 

(Persönliches) Fazit:

Ja, Probestunden sind nach wie vor möglich, sonst würde ich sie gar nicht anbieten!

Aber bitte wenn Sie zu einer Probestunde kommen, an oben genannte Punkte denken und dass Probestunden aus meiner Sicht nicht immer eine "objektive" und gute Entscheidungsgrundlage bieten und auch schon mal zu schnell eine nicht vollständige oder ausgewogene Sicht herbeiführen.

Ich persönliche empfehle - vielleicht schon auch nach einer ersten Probestunde - ein Quartal zur "Probe" zu buchen und danach dann zu entscheiden, ob man weitermachen möchte. Und das nicht, weil ich damit Geld verdiene, sondern weil ich wirklich denke, dass mit einem mehrwöchigen Kurs ein vollständigerer und umfassenderer Einblick möglich ist, als nur mit einer nicht repräsentativen Probestunde.

Taijiquan/Qigong/Yiquan sind komplexere Bewegungskünste, die in ihrer vollständigen Tiefe erst nach längerer Übungszeit verstanden und umgesetzt werden können. Ich persönlich kenne niemanden, der in einer ersten Trainingseinheit wirklich verstanden hätte, worum es bei diesen Künsten wirklich geht oder wie sie "funktionieren". Und von mir selbst kann ich sagen, dass ich in der Vergangenheit schon einige Sachen zunächst komplett fehleingeschätzt habe (aus mangelndem Wissen, Verständnis und Erfahrung), die sich später für mich dann "plötzlich" ganz anders dargestellt haben. Ein Grund, warum ich es gut finde, nicht zu schnell über etwas zu urteilen, was man eigentlich gar nicht kennt und nicht wirklich beurteilen kann.

 

 

Schlussworte:

Taijiquan/Qigong/Yiquan sind je nach Übertragungslinie oder Methode/Stil sehr sehr unterschiedlich!

Jeder Lehrer/Meister unterrichtet unterschiedlich!

Nach Probestunden (generell) bitte nicht direkt z.B. denken "Qigong ist nichts für mich" - es kann sein, dass bei einem anderen Lehrer und bei einer anderen Qigong-Methode "Qigong sehr wohl etwas für mich ist". Daher vielleicht zumindest noch einen zweiten oder dritten Versuch nehmen, falls es beim ersten Mal nicht direkt "geklappt hat". Ich kann es nur empfehlen. Entscheiden kann nur jeder selbst für sich.

 

 

 

 

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